Schlusssatz der Bewerbung: so enden Sie überzeugend
Ein guter Schlusssatz in der Bewerbung bittet direkt um ein Gespräch – ohne „würde“ und „könnte“. Davor nennen Sie Ihren frühesten Eintrittstermin und, wenn die Anzeige danach fragt, Ihre Gehaltsvorstellung als Bruttojahresgehalt. Unten finden Sie fertige Sätze für jeden Fall.
Was in den Schluss des Anschreibens gehört
Der Schluss ist der letzte Absatz vor der Grußformel. Er ist kurz, meist zwei bis vier Sätze, und erledigt drei Dinge:
- EintrittsterminAb wann Sie anfangen können – als Datum oder mit Ihrer Kündigungsfrist.
- GehaltsvorstellungNur wenn die Anzeige ausdrücklich danach fragt, sonst lassen Sie sie weg.
- GesprächswunschEin klarer Satz, dass Sie sich auf ein Kennenlernen freuen.
Was im Schluss nicht mehr stehen sollte: neue Argumente, eine Zusammenfassung des Hauptteils oder eine Entschuldigung für fehlende Erfahrung. Alles Wichtige haben Sie zu diesem Zeitpunkt bereits gesagt. Wo der Schluss im Brief steht und was danach folgt, zeigt unsere Seite zum Aufbau des Bewerbungsschreibens.
Konjunktiv vermeiden
Der häufigste Fehler im Schluss ist der Konjunktiv. „Ich würde mich freuen, wenn Sie mich einladen würden“ klingt höflich, wirkt aber zögerlich – als wären Sie sich selbst nicht sicher. Die Bundesagentur für Arbeit rät, Konjunktive wie „möchte“, „könnte“ und „würde“ sparsam einzusetzen. Schreiben Sie lieber im Indikativ: „Über eine Einladung freue ich mich.“ Das ist genauso höflich und klingt selbstbewusster.
- Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich zu einem Gespräch einladen würden.
- Über eine positive Rückmeldung würde ich mich freuen.
- Ich hoffe, dass ich Ihr Interesse wecken konnte.
- Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.
- Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.
- Gern stelle ich mich Ihnen persönlich vor.
- In einem Gespräch erzähle ich Ihnen gern mehr über mein Projekt zur Lagerplanung.
- Sie erreichen mich unter 0176 23456789, gern auch kurzfristig.
Der Satz „Für Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung“ ist nicht falsch, aber überflüssig: Ihre Kontaktdaten stehen bereits im Briefkopf. Ein einzelnes „möchte“ im Text ist kein Problem. Achten Sie nur darauf, dass der Schluss nicht aus lauter Möglichkeitsformen besteht.
Schlusssätze zum Kopieren
Gesprächswunsch
- Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.
- Gern überzeuge ich Sie in einem Gespräch davon, dass ich gut in Ihr Team passe.
- Ich freue mich darauf, Sie und Ihr Team kennenzulernen.
- Wenn Sie mehr über mich erfahren möchten, freue ich mich auf ein Gespräch.
- Gern komme ich zu einem Probearbeitstag, damit Sie sich selbst ein Bild machen können.
- Gern stelle ich mich Ihnen auch per Videoanruf vor.
- Über die Gelegenheit, Sie in einem Gespräch von mir zu überzeugen, freue ich mich.
Für Schülerinnen und Schüler
- Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch oder einem Probearbeitstag freue ich mich sehr.
- Gern zeige ich Ihnen bei einem Praktikumstag, wie viel Spaß mir die Arbeit in der Werkstatt macht.
- Ich freue mich darauf, mich Ihnen persönlich vorzustellen.
- Gern lerne ich Ihren Betrieb bei einem Kennenlernen oder einem Schnuppertag näher kennen.
Für die Ausbildung darf der Schluss ruhig etwas persönlicher klingen. Ein vollständiges Beispiel finden Sie unter Bewerbung für die Ausbildung.
Eintrittstermin und Kündigungsfrist
Viele Anzeigen fragen nach dem frühestmöglichen Eintrittstermin. Auch wenn nicht danach gefragt wird, hilft die Angabe bei der Planung. Sind Sie ungekündigt beschäftigt, nennen Sie Ihre Kündigungsfrist laut Arbeitsvertrag oder rechnen Sie sie direkt in ein Datum um. Ein Datum ist für den Leser bequemer, die Angabe der Frist bleibt auch dann richtig, wenn sich das Verfahren hinzieht.
- Ich kann zum 1. Januar 2027 bei Ihnen beginnen.
- Meine Kündigungsfrist beträgt drei Monate zum Monatsende.
- Ein Eintritt ist für mich ab sofort möglich.
- Nach meinem Abschluss im Juli 2027 stehe ich Ihnen ab dem 1. August 2027 zur Verfügung.
- Mein jetziges Arbeitsverhältnis ist befristet bis zum 31. März 2027; danach kann ich sofort beginnen.
- Den Zeitraum des Praktikums stimme ich gern mit Ihnen ab; frühestmöglicher Beginn ist der 1. März 2027.
Prüfen Sie Ihre Kündigungsfrist im Arbeitsvertrag, bevor Sie ein Datum nennen. Im Vertrag oder in einem Tarifvertrag kann eine längere Frist stehen, als Sie denken.
Gehaltsvorstellung im Anschreiben
Fragt die Stellenanzeige nach Ihrer Gehaltsvorstellung, sollten Sie sie nennen. Fehlt die Angabe, kann das so wirken, als hätten Sie die Anzeige nicht genau gelesen. Steht nichts dazu in der Anzeige, lassen Sie das Thema im Anschreiben weg und sprechen es im Gespräch an.
Wir empfehlen, das Bruttojahresgehalt zu nennen – also den Betrag vor Steuern und Abgaben für ein ganzes Jahr. So vermeiden Sie Missverständnisse, ob 12 oder 13 Monatsgehälter gemeint sind. Eine runde Zahl ist üblich; eine Spanne ist möglich, sollte aber eng sein, denn die untere Grenze wird meist als Ihr Angebot gelesen. Bei Minijobs und Aushilfsstellen ist dagegen der Stundenlohn das übliche Maß.
- Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 42.000 Euro brutto im Jahr.
- Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 48.000 Euro brutto jährlich.
- Ich strebe ein Bruttojahresgehalt von 45.000 Euro an.
- Meine Gehaltsvorstellung liegt zwischen 44.000 und 47.000 Euro brutto im Jahr, abhängig vom Umfang der Aufgaben.
- Bei einer Teilzeitstelle mit 30 Wochenstunden liegt meine Gehaltsvorstellung bei 33.000 Euro brutto im Jahr.
Die Zahlen oben sind nur Beispiele. Ihre eigene Gehaltsvorstellung hängt von Beruf, Region, Erfahrung und Firmengröße ab. Recherchieren Sie vorher, was in Ihrem Beruf üblich ist, etwa über den Tarifvertrag Ihrer Branche oder Gehaltsangaben in vergleichbaren Stellenanzeigen.
- Über das Gehalt können wir gern im Gespräch reden.
- Ich stelle mir ein Gehalt von etwa 3.500 Euro vor.
- Meine Gehaltsvorstellung ist verhandelbar.
- Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 42.000 Euro brutto im Jahr.
- Ich strebe ein Bruttojahresgehalt von 45.000 Euro an.
- Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 39.000 Euro brutto jährlich.
Komplette Schlussabsätze
So sieht ein fertiger Schluss aus, wenn alle Teile zusammenkommen. Die Absätze stammen aus unseren Mustern und passen zu verschiedenen Anlässen.
- Ich kann zum 1. Januar 2027 bei Ihnen beginnen. Meine Gehaltsvorstellung liegt bei 42.000 Euro brutto im Jahr. Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich.
- Ich habe eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Monatsende und besitze den Führerschein Klasse B. Gern stelle ich mich Ihnen persönlich vor – auch ein Probetag auf einer Ihrer Baustellen ist für mich gut möglich.
- Ich kann samstags und sonntags jeweils ganztags arbeiten, in den Ferien gern auch unter der Woche. Ich freue mich, wenn Sie mich zu einem kurzen Gespräch oder einem Probearbeiten einladen.
- Meine Vorgesetzte ist über meine Bewerbung informiert. Über ein Gespräch freue ich mich.
Die vollständigen Briefe finden Sie in der Übersicht der Bewerbungsschreiben-Muster. Bei einer Aushilfsstelle zählen vor allem Ihre Zeiten – siehe Bewerbung für einen Minijob. Bei einer internen Bewerbung erwähnen Sie im Schluss, ob Ihre Führungskraft Bescheid weiß.
Nach dem Schlusssatz: Gruß und Anlagen
Auf den Schlusssatz folgt eine Leerzeile, dann die Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“ – ohne Komma. Darunter kommen Unterschrift, Name und die Liste der Anlagen. Welche Grußformeln es außerdem gibt und wie die Abstände aussehen, erklärt Anrede und Grußformel nach DIN 5008 auf din5008.net.
Wenn Sie lieber mit einer Vorlage starten: Im Anschreiben-Generator setzen Sie Eintrittstermin und Gehalt ein, und der Schluss wird automatisch formuliert. Passende Sätze für den Anfang finden Sie auf der Seite Einleitung der Bewerbung.
Häufige Fragen zum Schlusssatz der Bewerbung
Muss ich eine Gehaltsvorstellung angeben?
Nur wenn die Stellenanzeige danach fragt. Dann empfehlen wir, eine konkrete Zahl als Bruttojahresgehalt zu nennen. Fragt die Anzeige nicht danach, lassen Sie das Gehalt im Anschreiben weg.
Ist „Ich würde mich freuen“ wirklich falsch?
Falsch ist es nicht, aber es wirkt zurückhaltend. Die direkte Form „Ich freue mich“ ist genauso höflich und klingt sicherer.
Soll ich meine Kündigungsfrist oder ein Datum nennen?
Beides ist möglich. Ein Datum ist für den Leser bequemer; die Kündigungsfrist ist sinnvoll, wenn noch unklar ist, wann das Verfahren abgeschlossen ist.
Gehört „Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung“ in den Schluss?
Der Satz ist verbreitet, aber verzichtbar, weil Ihre Kontaktdaten im Briefkopf stehen. Nutzen Sie den Platz lieber für einen klaren Gesprächswunsch.