Bewerbung schreiben – leicht gemacht

Es gibt wohl kaum einen Menschen der große Routine im Schreiben von Bewerbungen hat. Es kommt zwar Jeder von Zeit zu Zeit in die Verlegenheit eine Bewerbungsmappe für einen potentiellen Arbeitgeber zu erstelllen, aber wer weiß schon genau, worauf man dabei achten muss?


Es gibt Eckpunkte einer Bewerbung die maßgeblich über Erfolg und Misserfolg einer solchen Avance entscheidnen können. Mithilfe dieser Daten und geeigneter Beispiele/Vorlagen lassen sich Bewerbungensschreiben wesentlich einfacher umsetzen.

Auf dieser Seite werden Ihnen Grundlagen vermittelt und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man für verschiedene Anlässe wie zum Beispiel ein Praktikum, eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz die Bewerbung aufbaut und richtig formuliert.

Sie finden hier zudem zalreiche Muster und Vorlagen für Bewerbungsschreiben an denen Sie sich sehr gut orientieren können.

1. Was ist ein Bewerbungsschreiben?

Es mag zwar banal klingen, aber die Antwort auf diese Frage liefert gleichzeitig die Basis für die Umsetzung.

Eine Bewerbung ist im Grunde genommen immer ähnlich aufgebaut und besteht aus drei Tielen:

  1. Anschreiben
  2. Lebenslauf
  3. Zeugnissse/Zertifikate/Arbeitsproben

Wir beschäftigen uns auf dieser Seite eingehend mit den Grundlagen von Punkt 1 – also dem Anschreiben (Bewerbungsschreiben).

Das Bewerbungsschreiben ist das wichtigste Dokument innerhalb der Bewerbungsunterlagen.

Es ist die Eintrittskarte ins Unternehmen. Hier müssen Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber – kurz, prägnant und eindeutig von Ihrem fachlichen und persönlichen Qualitäten überzeugen.

Es ist Ihre Visitenkarte!

2. Was ist die Aufgabe des Anschreibens?

Wie bei einer Visitenkarte, muss im Bewerbungsschreiben sehr schnell erkennbar sein, wer die Bewerberin/der Bewerber ist..

Es beantwortet dem Personalverantwortlichen folgende Fragen:

  • Was will der Bewerber? (Für welche Position bewirbt er sich?)
  • Warum bewirbt er sich?
  • Welche fachlichen Qualifikationenen besitzt die Person?
  • Entspricht die Bewerberin/der Bewerber unserem Profil?
  • Passt er ins Team?
  • Welche Vorteile bietet uns eine Einstellung?

Das Bewerbungsschreiben msss also so formuliert und aufgebaut werden, dass diese Punkte schnell beantwortet werden können.

Klar können Sie im Bewerbungsschreiben ausschwiefend von Ihren Qualitäten schwärmen und den eingehenden Bezug zum Unternehmen versuchen herzustellen. Es kann allerdings passieren, dass aufd diese Weise, das Anschreiben deutlich zu umfangreich gerät.

MERKE:

Das Bewerbungsschreiben muss kurz, klar strukturiert und zugleich so formuliert sein, dass ganz klar Ihre Vorzüge für das Unternehmen herausgestellt werden.

Es sollte aus diesem Grund den Umfang einer DIN A4-Seite nicht übersteigen.

Dieses Anschreiben ist das erste Dokument, was die Personalverantwortlichen aus den Bewerbungsunterlagen zur Hand nehmen.

Sie überfliegen es und hierbei sollten Ihnen die wesentlichen Vorteile des Bewerbers bereits “ins Auge fallen” – es muss überzeugen und Interesse wecken.

Anhand des Anschreibens wird eine Vorauswahl getroffen. Kann man hier nicht überzeugen, landet man sehr schnell auf dem Stapel mit den Absagen.

Erfüllt es die Mindestanforderungen des Unternehmens und schafft Anreize, werden auch die weiteren Unterlagen wie Lebenslauf, Zeugnisse und Referenzen begutachtet.

Es wird sozusagen das 2. Level des Bewerbungsverfahrens erreicht.

MERKE:

Die wesentliche und wichtigste Aufgabe des Bewerbungsschreibens besteht darin, die Frage zu beantworten: Warum passe ich als Bewerber auf die ausgeschriebene Stelle dieses Unternehmens?

3. Worüber gibt das Anschreiben Auskunft?

Das Mitarbeiter mit Personalverantwortung meist eine ganze Menge an Bewerbungen zur Sichtung vorliegen haben, müchten sie möglichst wenig Zeit für jede einzelne Bewerbung aufwenden.

Aus diesem Grund sollte dieses Selbstgutachten auf jeden Fall folgende Punkte enthalten:

  • fachliche Qualifikationen (Hardskills wie: Ausbildung zum …/langjährige Berufspraxis als …)
  • persönliche Qualifikationen (Softskills wie: Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit)
  • Gründe warum Sie für diese Position besonders geeignet sind

WICHTIG:

Verwenden Sie in der Formulierung keine unnötigen Fachbegriffe zur Darstellung Ihrer Qualifikationen. Das könnte die Personalverantwortlichen abschrecken. Es könnte der Eindruck entstehen, dass Sie sich für etwas Besseres hielten (wenn auch ungewollt).

Vermitteln Sie den Prüfern Ihrer Unterlagen klar und auf verständliche Art und Weise, was Sie können und warum Sie für diesen Job die perfekte Besetzung sind.

4. Wie wird ein Bewerbungsschreiben inhaltlich richtig aufgebaut?

Wenn Sie sich für eine ausgeschriebene Stelle bewerben, studieren Sie im Vorfeld eingehend Stellenanzeigen in Zeitungen, Internet oder aber an der Pinnwand Ihres bisherigen Unternehmens.

Anhand des gesuchten Bewerberprofils mit fachlichen Qualifikationen, geforderten Kenntnissen und persönlichen Eigenschaften müssen Sie nun Ihr Anschreiben sinnvoll aufbauen.

Dem Personalverantwortliche wird mit dem Anschreiben der Weg zu Ihnen gewiesen.

Deshalb sollte ein gutes Anschreiben folgenden logischen Aufbau haben:

Sollten Sie im Vorfeld bereits Kontakt mit einer personalverantwortlichen Person aufgenommen haben, beziehen Sie sich sowohl in der Begrüßung als auch im ersten Absatz darauf (Beispiel: “Bezugnehmend auf unsere Gespräch vom ….”).

Den Bezug zur Stellenanzeige können Sie allerdings auch entsprechend in der Bezugzeile (direkt unter dem Betreff) herstellen.

  1. Begrüßung – Sehr geehrte Frau/Herr … – wenn möglich namentlich Personalverantwortliche ansprechen – sonst Sehr geehrte Damen und Herren …
  2. Der erste Satz macht den Unterschied (1. Absatz) – grenzen Sie sich ab, zählen kurz Fähigkeiten/Kenntnisse in Verbindung zum Anforderungsprofil des Unternehmens auf – stellen Sie besondere Schlüsselqualifikationen heraus
  3. Bisherige Leistungen im Arbeitsleben (2. Absatz) – führen Sie Ihre bisherigen beruflichen Leistungen auf und machen glaubhaft, was sie aufgrund Ihrer Berufserfahrung für diese Position qualifiziert – heben Sie berufliche Engagements beispielsweise für beonsdere Projekte hervor
  4. Ihr Aufgaben im bisherigen Berufsleben (3. Absatz) – beschreiben Sie Ihre Aufgaben bei den bisherigen Arbeitgeber, beziehen Sie auch Aus-/Weiterbildungen und Studium in Ihren Darstellungen mit ein, welche Sie für den Berufseinstieg qualifiziert haben
  5. Bezug zu Anfoderungen nehmen (4. Absatz) – führen Sie 2-3 Ihrer Fähigkeiten/Kenntnisse ausführlich aus, die den Anforderungen an einen Bewerber für diese Stelle im besonderen Maße entsprechen
  6. Eintrittstermin/Gehaltsvorstellungen (5. Absatz) – falls verlangt, geben Sie einen frühestmöglichen Termin an, an denen Sie die Arbeit aufnehmen können – nennen Sie realistische und Ihren Qualifikationen angemessene Gehaltsvorstellungen (Bruttojahresgehalt)
  7. Abschlussformel – Vermeiden Sie hier den Konjunktiv (könnte, würde, hätte) – Formulieren Sie sachlich, nicht unterwürfig und auch nicht zu fordernd – Beispiel: Ich stehe Ihnen für ein Vorstellungsgespräch gerne zur Verfügung. oder Ich freue mich auf ein Vorstellungsgespräch.

5. Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Vielen Bewerber tun sich unheimlich schwer bei der Formulierung von Bewerbungsschreiben. Entweder ist Ihnen nicht ganz klar, was sie hier zum Ausdruck bringen wollen oder sie haben völlig flashce Vorstellungen davon, was in ein solches Anschreiben gehört.

Aus diesem Grund sollten folgende Fehler/Irrtümer vermieden wwerden:

  • eigene Qualifikationen bewerten
  • Schwachstellen des Unternehmens in die Argumentation für eine eigene Bewerbung mit einbeziehen
  • illoyale Äußerungen über den vorherigen Arbeitgeber
  • Kenntnisse/Fähigkeiten erfinden um Bewerberprofil zu erfüllen
  • ausschweifende fachspezifische Formulierungen
  • Rechtschreibfehler
  • Standardformulierungen (Massenbewerbungen)
  • fehlende relevante Fakten für Eignung/Befähigung
  • undruchsichtige Gliederung des Anschreibens

WICHTIG:

Sie als Bewerber müssen dem Personalverantwortlichen glaubhaft versichern, dass Sie alle notwendigen fachlichen und persönlichen Fähigkeiten mitbringen, um diese Position zu begleiten. So muss auch das Anschreiben formuliert werden.

6. Die Checkliste für das Bewerbungsschreiben

Anhand folgender Checkliste können Sie nachprüfen, ob Ihr Bewerbungsschreiben die wesentlichen formalen und inhaltlichen Bestandteile eines guten Anschreibens erfüllt:

  1. persönliche Daten wie Telefonnummer/E-Mail im Kopf des Anschreibens
  2. korrekte Anschrift des Unternehmens
  3. Ort und aktuelles Datum
  4. in Betreffzeile ist aufgeführt worfür Sie sich bewerben (Stellenbezeichnung) – darunter Bezug nehmen, wo ausgeschriebene Stelle gefunden wurde (Zeitung, Jobportal)
  5. persönlicher Ansprechpartner für Bewerbungen in Anrede korrekt angegeben
  6. optische Aufbereitung des Bewerbungsschreibens (Gliederung in Absätze, leserliche Schriftart/Schriftgröße)
  7. Bezug zu Anforderungen genommen
  8. Erfahrungen in Form eines Selstgutachtens dargestellt
  9. keine Flsokeln/Vorwürfe/Beschreibung persönlicher Krisen
  10. plausibler Grund für Bewerbung/Stellenwechsel
  11. Beispiele für erfolgreiche Arbeit in anderen Unternehmen genannt
  12. keine übertriebene Fachsprache verwendete (auch für fachfremde Personalverantwortliche lesbar)
  13. persönliche Eigenschaften (Softskills) mit Beispiele belegt
  14. Angaben zum Eintrittstermin/Gehaltsvorstellungen (falls erforderlich)
  15. Anschreiben auf Fehler kontrolliert (von außenstehender Person überprüft)
  16. Unterschirft vorhanden
  17. Ist das Bewerbungsschreiben schlüsslg und spiegelt Sie realistisch wieder

6. Beispiele für Bewerbungsschreiben

Im Folgenden werden Ihnen drei Beispiele präsentiert, die Sie gerne als Orientierung nutzen können.

Beispiel 1

Anschreiben-für Führungsposition

Anschreiben für Führungsposition

Beispiel 2

Anschreiben Initiativbewerbung

Anschreiben Initiativbewerbung

Beispiel 3

Anschreiben als Studienabsolvent

Anschreiben als Studienabsolvent